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DMEXO 2026 Recap: Warum CRM-Kontext in Zeiten von KI wichtig wird

30.09.2026

KI wird erst dann wirklich nützlich, wenn sie deine Kunden kennt. Das Wissen über deine Kunden liegt im CRM. Diese Botschaft habe ich von der DMEXCO mitgenommen.

Was ich von der DMEXCO mitnehme

KI war auch dieses Jahr das Thema Nummer eins. Der Ton hat sich aber verändert: weniger Hype, mehr kritische Fragen. Wer heute über KI spricht, will wissen, was sie konkret im Alltag leistet.
Am HubSpot-Stand lief alles auf eine Botschaft hinaus: KI braucht Kontext. Und dieser Kontext entsteht dort, wo deine Kundendaten zusammenlaufen, also im CRM.

Das deckt sich mit dem, was ich seit Jahren in Projekten sehe. KI braucht ein Fundament. Das CRM liefert dieses Fundament.

dmexco26_01Startklar in Köln.

Warum KI ohne Kontext generisch bleibt

Ein Sprachmodell kennt die Welt, aber nicht deine Kunden. Es weiß nicht, wer letzte Woche dein Angebot geöffnet hat. Es weiß auch nicht, welcher Deal gerade feststeckt.

Bitte eine KI um eine Follow-up-Mail, und du bekommst eine solide, aber austauschbare Mail. Gib ihr die Historie aus dem CRM dazu, und die Mail trifft die Situation. Der Unterschied liegt nicht im Modell, sondern in den Daten.

Ohne Kontext

Mit CRM-Kontext

„Ich wollte kurz nachhaken …“

Bezug auf das letzte Gespräch und die offene Frage zum Preis

Gleiche Ansprache für alle

Ansprache passend zu Rolle, Branche und Deal-Phase

KI rät, was relevant sein könnte

KI weiß, welche Inhalte der Kontakt schon kennt

 

Kennst du das? Dein Team testet KI-Tools, ist anfangs begeistert und nutzt sie nach drei Wochen kaum noch. Meistens liegt das nicht an der KI, sondern am fehlenden Kontext.

dmexco26_03Kontext als Leitthema am Stand von HubSpot.

Das CRM als Fundament

Im CRM steckt genau das Wissen, das der KI fehlt. Drei Ebenen machen dabei den Unterschied:

  • Stammdaten: Wer ist der Kontakt, welche Rolle hat er, zu welchem Unternehmen gehört er?
  • Historie: Welche Mails, Meetings, Formulare und Seitenaufrufe gab es bisher?
  • Beziehungen: Welche Deals, Tickets und Ansprechpartner hängen zusammen?

Die Integration deiner CRM-Daten in dein KI-Tool-Set hat also Priorität. Oder du integrierst KI direkt in deinem CRM und sparst die Integrationen. Genau das, was HubSpot aktuell stark weiterentwickelt.

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Eine spannende Transformation liegt vor uns

Auf der DMEXCO haben drei weitere Themen gezeigt, wohin die Reise geht.

GEO war Thema Nummer zwei. Generative Engine Optimization bedeutet, dass deine Inhalte auch in KI-Antworten von ChatGPT, Perplexity oder Google auftauchen. Auch dafür brauchst du strukturierte, klare Inhalte statt Textwüsten.

Vibe-Coding wird zum Glück kritischer gesehen. Der Tenor auf der Messe: Software zu deployen ist richtig schwer, und vibe-coded Software erst recht. Für dein CRM heißt das: Integrationen und Datenflüsse brauchen eine saubere Umsetzung. Schnell zusammengeklickte Skripte werden sonst schnell zum Risiko.

Verantwortung bleibt beim Menschen. Ein Satz von Felix Beilharz ist mir besonders hängen geblieben: „Es ist respektlos, Präsentationen oder Handouts per KI erstellen zu lassen und ungeprüft ans Team weiterzugeben.“ KI beschleunigt deine Arbeit, aber das Prüfen und Denken nimmt sie dir nicht ab.

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Networking bei meinen Freunden vom Digital Bash.

Was du jetzt konkret tun kannst

Du musst nicht auf die nächste KI-Welle warten. Mit diesen fünf Schritten legst du das Fundament:

  1. Datenqualität prüfen: Wie viele Dubletten, leere Pflichtfelder und veraltete Kontakte hast du im CRM?
  2. Systemlandschaft aufzeichnen: Welche Tools nutzt ihr, und wo liegen welche Kundendaten?
  3. Integrationen priorisieren: Welche Verbindung bringt den größten Nutzen, zum Beispiel ERP-Daten für Sales oder Tickets für das Scoring?
  4. Einen KI-Use-Case wählen: Fang mit einem konkreten Anwendungsfall an, statt alles auf einmal einzuführen.
  5. Team befähigen: Lege fest, wie KI-Ergebnisse geprüft werden, bevor sie an Kunden oder Kollegen gehen.

Fazit: Erst das Fundament, dann die KI

Die DMEXCO hat bestätigt, was ich in Projekten täglich erlebe: KI ist nur so gut wie der Kontext, den sie bekommt. Ein sauberes CRM und verbundene Systeme sind deshalb keine Pflichtübung mehr. Sie entscheiden darüber, ob KI bei dir echten Mehrwert schafft.

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Alexander Mrohs

Alexander Mrohs ist Experte für Marketing Automation und Lead Management. Er unterstützt Unternehmen bei der Konzeption und Umsetzung von Marketing-Automation-Projekten und zählt zu den am besten bewerteten HubSpot-Beratern.