Seit dem 1. Oktober hat HubSpot ein neues Preismodell. Die gute Nachricht vorab: Wenn du schon HubSpot-Kunde bist, ändert sich für dich erst einmal nichts. Dein bestehendes Preismodell und deine Zugänge bleiben, wie sie sind. Eine Migration ins neue Modell ist aktuell übrigens gar nicht möglich – selbst wenn du wolltest.
Für alle, die neu einsteigen, gibt es dagegen ein paar gravierende Änderungen. Ich habe mir das neue Modell direkt nach der Veröffentlichung angeschaut und fasse dir hier zusammen, was wirklich zählt.
Bisher hast du einzelne Hubs gebucht. Jetzt wählst du nur noch die Lizenzstufe – Starter, Professional oder Enterprise – und bekommst damit Zugriff auf alle Hubs dieser Stufe.
Konkret heißt das: Entscheidest du dich für Professional, hast du Marketing Hub Pro, Sales Hub Pro, Content Hub Pro, Data Hub Pro und alle weiteren Hubs auf Pro-Level.
Der Vorteil: Du hast direkt alle Funktionen deiner Stufe und musst nicht mehr mühsam selektieren, welcher Hub was kann.
Der Haken: Individuell kombinieren geht nicht mehr. In der Vergangenheit konnte man ein bisschen tricksen – zum Beispiel einen Hub auf Enterprise buchen, den Rest auf Professional lassen und so trotzdem viele Enterprise-Funktionen freischalten. Das ist vorbei. Du bist jetzt entweder komplett auf Pro oder komplett auf Enterprise.
Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Ich habe das für ein paar Accounts durchgerechnet, die ich gut kenne – und lande fast auf dem gleichen Niveau wie vorher.
Spannend wird es bei einzelnen Konstellationen:
Wer HubSpot nutzt, kennt bisher HubSpot Credits und Marketing-Kontakte. Beides wird abgelöst: Marketing-Kontakte gibt es zum Glück gar nicht mehr. Stattdessen gibt es ein allgemeines Guthaben, das du für verschiedene Funktionen brauchst:
Eins lässt sich schon heute sicher sagen: Sauber aufgesetzte Accounts zahlen sich im neuen Modell doppelt aus. Wenn jede Aktion Guthaben kostet, wird ineffiziente Automation plötzlich zum Kostenfaktor. Doppelte Workflows, unnötige Zwischenschritte oder Automationen, die für jeden Kontakt laufen, obwohl sie nur für wenige relevant sind – all das verbraucht Credits, ohne Mehrwert zu liefern.
Beim Onboarding hat sich nichts geändert. Du hast weiterhin zwei Optionen:
Die zweite Variante empfehle ich – und HubSpot selbst empfiehlt sie auch. Du sparst dir die Onboarding-Gebühr, hast am Ende ein fertig konfiguriertes Portal statt einer Anleitung und bist deutlich schneller produktiv.
Als HubSpot Platinum Partner kann ich genau das für dich übernehmen: Setup direkt im System, zugeschnitten auf deine Prozesse – typischerweise live in wenigen Wochen.
Gut oder schlecht? Erst einmal gut, dass das alte Preismodell weg ist. Es war für alle schwer zu verstehen und noch schwerer zu erklären – auch wenn wir uns irgendwann daran gewöhnt hatten.
Ob es jetzt wirklich einfacher wird, müssen wir sehen. Das neue Modell bietet spannende Möglichkeiten, vor allem für kleinere Teams.