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Neues HubSpot Preismodell: Was sich ändert – und was du jetzt wissen musst

Geschrieben von Alexander Mrohs | Oct 2, 2026, 11:09:55 AM

Seit dem 1. Oktober hat HubSpot ein neues Preismodell. Die gute Nachricht vorab: Wenn du schon HubSpot-Kunde bist, ändert sich für dich erst einmal nichts. Dein bestehendes Preismodell und deine Zugänge bleiben, wie sie sind. Eine Migration ins neue Modell ist aktuell übrigens gar nicht möglich – selbst wenn du wolltest.

Für alle, die neu einsteigen, gibt es dagegen ein paar gravierende Änderungen. Ich habe mir das neue Modell direkt nach der Veröffentlichung angeschaut und fasse dir hier zusammen, was wirklich zählt.

Die große Änderung: Du wählst die Stufe, nicht mehr die Hubs

Bisher hast du einzelne Hubs gebucht. Jetzt wählst du nur noch die Lizenzstufe – Starter, Professional oder Enterprise – und bekommst damit Zugriff auf alle Hubs dieser Stufe.

Konkret heißt das: Entscheidest du dich für Professional, hast du Marketing Hub Pro, Sales Hub Pro, Content Hub Pro, Data Hub Pro und alle weiteren Hubs auf Pro-Level.

Der Vorteil: Du hast direkt alle Funktionen deiner Stufe und musst nicht mehr mühsam selektieren, welcher Hub was kann.

Der Haken: Individuell kombinieren geht nicht mehr. In der Vergangenheit konnte man ein bisschen tricksen – zum Beispiel einen Hub auf Enterprise buchen, den Rest auf Professional lassen und so trotzdem viele Enterprise-Funktionen freischalten. Das ist vorbei. Du bist jetzt entweder komplett auf Pro oder komplett auf Enterprise.

Wird HubSpot jetzt teurer oder günstiger?

Pauschal lässt sich das nicht beantworten. Ich habe das für ein paar Accounts durchgerechnet, die ich gut kenne – und lande fast auf dem gleichen Niveau wie vorher.

Spannend wird es bei einzelnen Konstellationen:

  • Kleine Teams mit stabiler User-Zahl: Wenn du weißt, dass du nur wenige User brauchst und daran wird sich nichts ändern, kann sich Enterprise plötzlich lohnen. Du bekommst ein sehr starkes Portal mit vielen Möglichkeiten – für einen schmaleren Taler als früher.
  • Größere Unternehmen: Hier schätze ich, dass es preislich ungefähr gleich bleibt.

Neu: ein gemeinsames HubSpot-Guthaben

Wer HubSpot nutzt, kennt bisher HubSpot Credits und Marketing-Kontakte. Beides wird abgelöst: Marketing-Kontakte gibt es zum Glück gar nicht mehr. Stattdessen gibt es ein allgemeines Guthaben, das du für verschiedene Funktionen brauchst:

  1. KI-Funktionen: Wie gehabt laufen die AI-Features über Guthaben. Das kennen wir inzwischen von jedem Tool und jedem LLM – und es ist nachvollziehbar.
  2. Marketing-E-Mails: Neu ist, dass du Guthaben für den Versand von Marketing-E-Mails brauchst. Abgerechnet wird nach Anzahl der E-Mails, nicht nach Anzahl der Kontakte. Wenn du regelmäßig Newsletter verschickst, kannst du das gut auf einen Monat hochrechnen. Das ist planbar.
  3. Workflow-Aktionen: Hier liegt das große Fragezeichen. Auch Workflow-Aktionen verbrauchen künftig Guthaben – und das ist zumindest am Anfang nicht intuitiv planbar. HubSpot verspricht aber, dass passend zur Lizenz feste Pakete enthalten sind und diese in der Regel ausreichen.

Eins lässt sich schon heute sicher sagen: Sauber aufgesetzte Accounts zahlen sich im neuen Modell doppelt aus. Wenn jede Aktion Guthaben kostet, wird ineffiziente Automation plötzlich zum Kostenfaktor. Doppelte Workflows, unnötige Zwischenschritte oder Automationen, die für jeden Kontakt laufen, obwohl sie nur für wenige relevant sind – all das verbraucht Credits, ohne Mehrwert zu liefern.

Onboarding: HubSpot oder zertifizierter Partner?

Beim Onboarding hat sich nichts geändert. Du hast weiterhin zwei Optionen:

  • HubSpot-Onboarding: Du zahlst eine Onboarding-Gebühr und bekommst Anleitungen, wie du dein Portal einrichten könntest. Die Umsetzung bleibt bei dir.
  • Onboarding über einen zertifizierten Partner: Das HubSpot-Onboarding entfällt komplett. Der Partner richtet dein Portal gemeinsam mit dir für deinen konkreten Use Case ein.

Die zweite Variante empfehle ich – und HubSpot selbst empfiehlt sie auch. Du sparst dir die Onboarding-Gebühr, hast am Ende ein fertig konfiguriertes Portal statt einer Anleitung und bist deutlich schneller produktiv.

Als HubSpot Platinum Partner kann ich genau das für dich übernehmen: Setup direkt im System, zugeschnitten auf deine Prozesse – typischerweise live in wenigen Wochen.

Mein Fazit

Gut oder schlecht? Erst einmal gut, dass das alte Preismodell weg ist. Es war für alle schwer zu verstehen und noch schwerer zu erklären – auch wenn wir uns irgendwann daran gewöhnt hatten.

Ob es jetzt wirklich einfacher wird, müssen wir sehen. Das neue Modell bietet spannende Möglichkeiten, vor allem für kleinere Teams.